Freitag, 31. Dezember 2010

Predigt zum Altjahrsabend...

Liebe Bloggerinnen und Blogger,
der Predigttext für den heutigen Abend steht in Jesaja 30, den Versen 15-17

15 Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels:
In Umkehr und Gelassenheit werdet ihr gerettet,
in der Ruhe und im Vertrauen liegt eure Stärke.
Ihr aber wolltet nicht
16 und sagtet: Nein! Auf Pferden werden wir fliehen!
Darum werdet ihr fliehen.
Und auf Rennpferden werden wir reiten!
Darum werden eure Verfolger rennen.
17 Tausend werden fliehen vor dem Drohen eines Einzigen,
vor dem Drohen von fünfen werdet ihr fliehen,
bis ihr ein Rest seid, wie ein Heereszeichen auf dem Gipfel des Bergs
und wie ein Feldzeichen auf dem Hügel.

Ja, Jesaja hatte es nicht leicht. Ein Prophet ist meistens nicht besonders beliebt bei seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Er hat ja auch nichts Nettes zu sagen. Zumeist muss er wie hier Jesaja, seinen Mitmenschen unangenehme Wahrheiten mitteilen – und wer hört die schon gerne? Und so muss Jesaja seinen Freunden und Mitbürgern in seiner Zeit  mitteilen, dass sie in ihrer Politik des Zusammenschlusses mit den Großmächten Assyriens oder Ägyptens nichts gewinnen werden. Prophetische Botschaften sind meist politische Botschaften – in ihre Zeitgesprochen. Trotzdem steht dieser Text in unserer Bibel und hat eine Botschaft, die auch heute noch gültig sein kann. Auch wenn es bei uns nicht um die politischen Themen geht, die das alte Israel betrafen. Jesajas Worte können auch heute in unserem Leben zutreffend sein.

Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels:
In Umkehr und Gelassenheit werdet ihr gerettet,
in der Ruhe und im Vertrauen liegt eure Stärke.
Ihr aber wolltet nicht.

Das ist in der Tat ein zeitloses Wort – gesprochen in unserer Zeit hat es hohe Brisanz. Umkehr, Ruhe, Gelassenheit, Vertrauen. Die Schlüsselworte dieses Textes kennen wir alle, beherzigen sie aber meist nicht.  
Umkehr. Wohin möchte man fragen. Die Blickrichtung des Textes ist klar. Zu Gott möchte uns Jesaja sagen. Natürlich zu Gott. Auf ihn schauen, das ermöglicht einen Blick in die Zukunft, denn Gott ist der Schöpfer unserer Zukunft. Nur wenn wir auf ihn schauen, kann unsere Zukunft gelingen. Die meisten von uns müssen dafür ihre Blickrichtung ändern. Sich umdrehen zu Gott – in der Bibel heißt das Umkehr. Weg von unseren selbstgemachten Plänen, hin zu dem, was Gott mit uns vorhat. Das ist gewiss nicht leicht, dann es erfordert Vertrauen dazu, dass Gott überhaupt einen Plan für uns hat. Das unsere Zukunft in seinen Händen wohl aufgehoben ist und er es gut macht. Dieses Vertrauen ist nicht immer vorhanden. Deshalb sagt Jesaja, kehrt um und vertraut Gott. Werdet euch dem Ursprung eurer Zukunft bewusst und vertraut ihm. Wenn es uns gelingt, das zu tun, dann erhalten wir Ruhe und Gelassenheit. Ruhe, die daraus erwächst, dass wir nicht mehr alles selbst machen müssen. Ruhe, die uns spüren lässt, dass Gott uns in seinen Händen hält. Und Gelassenheit, die mit LASSEN zu tun hat. Damit die Dinge sein zu lassen, die Menschen um herum so SEIN ZU LASSEN, wie sie sind und die Dinge, die mir begegnen so zu nehmen, wie Gott sie für mich vorgesehen hat. Das entspannt kolossal und befreit mich vom Stress, immer alles selbst machen und gestalten zu müssen. Meine Kirchengeschichtsprofessorin im Studium hat uns in einem solchen Zusammenhang immer geraten: „Wenn ihr alles gelernt habt, dann lasst dem Heiligen Geist doch eine Chance zu wirken. Man kann nicht immer alles perfekt machen. Wenn es so wäre, bräuchten wir Gott nicht.“ Recht hat sie. Das wusste vor ihr längst Jesaja. Er sagt: In der Ruhe und im Vertrauen (auf Gott) liegt eure Stärke. Ja, das macht uns Christinnen und Christen stark. Nichts kann passieren, das uns aus Gottes Hand reißt. Egal, was das Neue Jahr bringt, wir gehören unserem Gott. Und wenn Gott für mich ist, wer oder was könnte da gegen mich sein?
Aber Jesaja stellt auch fest: „Ihr aber wolltet nicht.“ Das ist menschliche Realität. Dass wir so oft vergessen, worin unsere Stärke besteht und lieber alles selber machen wollen. Und das geht und ging auch schon zu Jesajas Zeit nicht gut.
Ihr  sagtet: Nein! Auf Pferden werden wir fliehen!
Darum werdet ihr fliehen.
Und auf Rennpferden werden wir reiten!
Darum werden eure Verfolger rennen.
Tausend werden fliehen vor dem Drohen eines Einzigen,
vor dem Drohen von fünfen werdet ihr fliehen,
bis ihr ein Rest seid, wie ein Heereszeichen auf dem Gipfel des Bergs
und wie ein Feldzeichen auf dem Hügel.
Nichts wird übrig bleiben, droht Jesaja, wenn ihr nicht auf Gott vertraut, sondern auf eure schnellen Rennpferde und eure eigenen Fähigkeiten.
Gut, heute geht es nicht mehr um Rennpferde, aber um Immobilien, Versicherungen, Guthaben auf der Bank und schnelle Autos. Das darf man sicherlich alles haben. Da hätte vermutlich auch Jesaja nichts gegen. Aber nichts davon gibt uns Sicherheit. Es ist nichts, worauf wir uns verlassen können. Verlassen können wir uns nur auf den Gott, der die Welt geschaffen hat und uns stärkt, in dem er uns liebt und gute Absichten für uns hat. Und wenn wir uns auf ihn verlassen, ihn nach seinem Willen für uns fragen und unsere Möglichkeiten des Tuns dazu packen, dann brauchen wir keine Sorgen für unser Leben haben. Dann bleibt von uns mehr als nur ein „Feldzeichen auf dem Hügel.“

Wir gehen heute in ein neues Jahr. Jeder und jede von uns hat da so ihre und seine eigenen Gedanken. Manche Erinnerung ans vergangene Jahr mag wehtun. Ich persönlich brauche nur an die sinnlosen Opfer des Unglücks bei der Loveparade denken und könnte immer noch weinen. Und natürlich machen wir uns auch Gedanken und Sorgen um das morgen beginnende Jahr 2011.
ABER eines ist gewiss, Gott geht mit uns an unserer Seite ins neue Jahr. Und weil das so ist, dürfen wir uns zu ihm umdrehen, ihn nach seinen Plänen für uns fragen und voller Ruhe und Vertrauen an seiner Hand ins Neue Jahr gehen.

AMEN


KERZENAKTION
Das alte Jahr schwindet. Das neue Jahr beginnt vor uns aufzuleuchten. Vieles hat uns in den vergangenen 12 Monaten beschäftigt. Und wir haben Grund zum Klagen aber auch zum Danken. Alles, was uns bewegt hat und bewegt mit Blick auf das Neue, das kommt, bringen wir vor Gott mit dem Licht einer Kerze. Ihr Schein soll ein Symbol sein für die Orientierung, die uns Gott geben kann in allem, was wir tun und was uns widerfährt.

Deshalb kann jetzt jeder und jede hier und heute eine Kerze an unserer Osterkerze entzünden und auf den Altar stellen, um all das, was uns beschäftigt und besorgt mit dieser Kerze vor Gott zu bringen.
Dazu lade ich sie jetzt in der Stille ein.


Ich wünsche mit dieser Predigt, die ich heute um 18:00 Uhr im Gottesdienst  meiner Gemeinnde  halten werde allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein

GESEGNETES NEUES JAHR

Donnerstag, 30. Dezember 2010

3 am Donnerstag
1. Pommes mit Majo oder mit Ketchup?Am besten mit beidem. Aber am allerliebsten mit Majo und warmer Schaschliksauce.

2. Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?
JA!!! Sonst wäre ich nicht mit meinem Mann verheiratet. Ich sag nur: Es war ein magischer Moment...

3. Welches Gefühl verbindest du rückblickend mit dem Jahr 2010?
Es war ein tolles Jahr und ich bin zutiefst dankbar für alles, was ich erleben durfte.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Ich konnte es nicht lassen und war mal wieder einkaufen...

bei Dornröschen-Wolle im Adventskalender. Sind die nicht schön?! Ich habe bereits einen Möbius angeschlagen, die Wolle leuchtete mir so entgegen, da konnte ich es nicht lassen...



So, nun aber alles Gute für den Adventsendspurt. Frohe Weihnachten und alles Liebe für Euch...

Dienstag, 21. Dezember 2010

Lebenszeichen im Adventsgetümmel

Heute morgen hörte ich im Radio, dass die Innenstädt voll mit Menschen seien und alle sehr aggressiv und gestresst. Ich gebe zu, dass ich mir das dieses Jahr gespart habe. Ich habe - abgesehen von einer sehr hartnäckigen Erkältung - selten einen solch entspannten Advent gehabt. Durch den vielen Schnee, den wir hier haben, fallen viele Veranstaltungen in der Gemeinde aus und alles geht langsamer. Im Moment gibt es kein "Mal eben". Alles will vorbereitet und langsam angegangen werden. Und ich genieße das sehr.

Das letzte Wochenende war auch sehr schön. Am Samstag waren wir in Bielefeld zum Gottesdienst in meinem Mutterhaus und anschließend zum Jazz-Advent. Der Abend nahm seinen Abschluss im unberührten Mutterhausgarten an einem Feuerkorb. Wunderschön! Sonntag haben wir dann nach dem Gottesdienst bei uns beim Bauern bei Glühwein einen Weihnachtsbaum ausgesucht. Das ist mit allen Kindern immer ein ziemlicher Akt, weil jeder so seine eigenen Vorstellungen hat, was ein schöner Baum ist. Dieses Jahr hat sich meine mittlere Tochter durchgesetzt und der Baum ist gefühlte 2,00 m im Kubik. Was heißen soll, dass er nicht nur groß, sondern auch unheimlich breit ist.

Aber auf jeden Fall war ich in dieser Woche auch stricktechnisch noch fleißig. Nachdem Birgit Freyer mich mit einem wunderschönen Schalmuster überrascht, konnte ich es nicht lassen, ihn meiner Mutter "schnell" noch zu Weihnachten zu stricken. Neue Muster mamchen mich immer ganz nervös. ich muss sie immer erstmal schnell anstricken. Wohl der, die immer geeignete Wolle im Haus hat.


Eine Mütze, die mir einigermaßen steht, habe ich nun auch endlich gestrickt. Die Bilder sind etwas merkwürdig, weil es sehr schwer ist, sich selbst mit Mütze zu fotografieren. Auf jeden Fall hat mich das gute Stück aber beim nachbarschaftlichen Glühweintrinken open air am Sonntag abend  gut warm gehalten.


Und das Geschenk für meine Lieblingscousine nimmt auch endlich Gestalt an. Da ich sie erst am 29. sehe, wird das Tuch wohl auch "pünktlich" fertig werden.

So, Euch allen jetzt noch eine schöne Woche. Ich bin übrigens dafür, dass es Weihnachten schneit, was das Zeug hält...

Freitag, 17. Dezember 2010

Robbies Rache

Robbie Williams hat sich letztes Jahr gerächt. Auch sehr lustig:

You tube - Dec and Ant's 2009


Schönes Wochenende

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Advent kann ja sooo lustig sein

Guckt mal hier, aber esst dabei keine Kekse oder trinkt keinen Kaffee dabei, das könnte dazu führen, dass ihr's durch die Gegend spuckt vor Lachen so wie ich heute...*grins*

LustigLustig sowas können nur die Briten

Ich habe mich weggeschrien...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Ich war ganz fleißig...

in den letzten Tagen. Musste ich ja auch, denn Weihnachten ist ja nicht mehr lange hin. Und da mich die Erkältung fest im Griff hatte, konnte ich gut leidend auf meiner Couch sitzen und stricken und die Familie durch's Haus scheuchen. Die Armen - hatten wirklich unter mir zu leiden ;-). Nun habe ich aber wirklich bis Weihnachten nur noch eine Stulpe und den Rest eines Tuches zu bewältigen. Das kann man/frau schaffen!!!

Und das Beste ist:
ICH HABE SCHON ALLE MEINE WEIHNACHTSGESCHENKE!
Das ist glaube ich noch nie vorgekommen. Normalerweise gehöre ich zu den Müttern, die in der letzten Woche vor Weihnachten noch ganz hektisch durch die Stadt rennnen. Aber nicht dieses Jahr. Ich bin sehr zufrieden mit mir ;-)

So, tärätätätä, I proudly present die Arbeitsergebnisse der letzen Woche:
Der Schal für meinen Mann. Muster Birgit Freyer, Wolle: Schoppel Zauberball



Dann eine Mütze in Schlaufentechnik gehäkelt, die noch eine Besitzerin sucht, weil der beste Ehemann von allen gesagt hat, wenn ich die aufsetze lässt er sich scheiden. Ich kann das anhand der Mütze nicht verstehen. Die ist wirklich hübsch. Muss wohl an meinem Kopf liegen... Wir haben aber über diese Mütze auf meinem Kopf schon soviel gelacht, dass es sich gelohnt hat sie zu häkeln. Vielleicht findet sich ja noch ein nettes weibliches Wesen, der sie steht.


Ein neuen Möbius VivaLou von Birgit Freyer für meine Mitschwester Monika in Schoppelwolle Zauberball. Der ist so schön, der würde ich am liebsten behalten!

Stulpen für die Schwester meiner Freundin. Die leidet an Neurodermitis und kann nur Baumwolle vertragen. Also einmal einfach schwarze Stulpen aus Baumwolle von MiraSol.

Und weil ich schon mal dran war, wollte meine Freundin dann auch gleich noch welche. Ganz einfache Ausfertigung - dafür aber edle Noro-Wolle

 Und dann habe ich noch Kräutertee gemischt und Marzipan selbst hergestellt und daraus Konfekt gemacht.
das bekommen die Mütter/Schwiegermütter und Väter/Schwiegerväter. Der Tee ist übrigens spitze. Er sieht aus und duftet wie ein Potpourie. Das Rezept findet ihr hier: Die Landlust

Und zu guter letzt habe ich auch noch etwas Neues angefangen, was mir Riesenfreude bereitet, aber noch etwas schwer von der Hand geht. Das muss ich wirklich üben...
Aber es macht wahnsinnigen Spass.

Ja, ich versuche mit einer Handspindel zu spinnen. Mir machen diese alten Handwerke wirklich irre Spass. Es ist einfach wundervoll zu sehen, wie unter meinen Händen etwas entsteht, was schön ist. Mal sehen, wohin mich das Spinenn führt. Ich schaue mir im Moment schon Spinnräder im Netz an. Aber ich würde gerne erst mal einen Spinnkurs machen. Ich finde nur keinen in meiner Nähe. Weiss jemand von Euch etwas im südlichen Ruhrgebiet?  Ich bin für jeden Hinweis dankbar.Übrigens Kommentar vom besten Ehemann der Welt: "Spinnen? das brauchst du nicht mehr lernen. Das kannst du schon sehr gut!" Haha...., hab ich gelacht!

So Schluss für heute - macht euch eine schöne Woche.

Montag, 6. Dezember 2010

Stück für Stück...

werden die Weihnachtsgeschenke für liebe Menschen fertig. Da die zukünftige Besitzerin dieses Ärmelschals keinen Internetanschluss hat, kann ich das gute Stück hier zeigen. Es ist die DivaR. von Birgit Freyer. gestrickt in einfädigem Seiden-Mohair-Gemisch. Man glaubt es nicht, aber obwohl es so dünn ist, ist es wirklich sofort warm am Rücken, wenn man es überzieht. Edel, oder? Die Farbe ist nicht ganz so dunkel wie auf den Fotos, die Diva ist eher silber.
Ansonsten sind am Wochenende noch zwie Paar Stulpen fertig geworden, die zeige ich Euch ein anderes Mal. Da muss ich noch die Fäden vernähen. Das mache ich so ungerne *hihi*.
Ich habe also am Wochenende wie verrückt gestrickt, weil mich die Rüsselpest fest im Griff hat und das Haus nicht verlassen konnte. Schade eigentlich, denn der beste Ehemann von allen wollte anlässlich unseres Hochzeitstages gestern gerne mit mir auf den Weihnachtsmarkt. Aber bei ständigem Schneefall und Eiseskält schien mir das für mich nicht angesagt. Also gab es Tee, Kekse und Geschichten zum Advent auf der Couch. Schön war's. der Advent ist doch eine herrliche Zeit!


DivaR. für Schwester Elisabeth

Jetzt "muss" ich nur noch einen Schal für den besten Ehemann von allen, einen für meine Lieblingscousine und das war's dann auch schon bis Weihnachten. Hey, das kann man schaffen!

Montag, 29. November 2010

Ich liebe Rollkragen

Das habe ich Euch ja bereits schon mitgeteilt. ich brauche immer was um den Hals. Deshalb habe ich so meine Probleme mit runden Pulloverausschnitten. Und eben dashalb besitze ich auch gefühlte 100.000 Tücher und Schals. Nun habe ich mir aber mal was Neues ausgedacht. Einen Rollkragen zum über die T-shirts und Pulllover ziehen.Der hat den Vorteil, dass er nicht rutscht und nicht vertüddelt. Also viiiiel praktischer als ein Schal.Er ist etwas länger unten, so dass er auch meine lädierte Nackenpartie gut wärmt. Die Farbe ist in Natura natürlich viel schöner als auf dem Bild. Also ich find ihn klasse! ;-) (Mein Doppelkinn allerdingsweniger :-( )


Die Daten:
ca. 150 g Farbverlaufs-Wolle von 100 Farbspiele 5-fädig, Zopfmuster, rund gestrickt.
Wer wissen möchte wie, fragt mich einfach...

Freitag, 26. November 2010

Advent, Advent und allerlei weihnachtlicher Zauber

Nun ist doch wirklich übermorgen schon der erste Advent. Meine gesamte Familie freut sich wie jeder Jahr schon sehr darauf. Auch wenn der größte Teil der Kinder schon erwachsen ist - im Advent werden wir alle wieder zu Kindern.
Mein Kind in mir hatte letzte Woche ein Highlight-Erlebnis. Ich habe als Kind ein Buch gelesen, das bereits meine Mutter als Kind gelesen hatte."Susi Sausewind" von Greta Steffens. Es handelt von einem Mädchen, das in Dänemark am Strand lebt. Der Vater ist Förster und sie erlebt so allerlei Abenteuer. Was mir von diesen Büchern aber unbedingt im Gedächtnis geblieben ist, ist dass dieses Mädchen von seiner Mutter ein Wunderknäuel Wolle zu Weihnachten geschenkt bekam, das während sie strickte viele kleine Geschenke enthüllt, die im Knäuel eingewickelt waren. Das fand ich als Mädchen, das damals bereits strickte super toll. Nun als Erwachsene habe ich in den verschiedenen Blogs bereits gesehen, dass solche Knäuel als Geschenke gebastelt und weitergegeben werden. Aber da ich ja noch nicht so lange in der Bloggerwelt unterwegs bin, hat mir so etwas Schönes noch niemand geschenkt. Nun entdeckte ich bei 100Farbspiele das Weihnachtsknäuel. Es ist ein Knäuel Wolle, das liebevoll beim Wicklen mit Kleinigkeiten bestückt ist. Und ich habe mir gleich zwei davon bestellt. Eins natürlich für mich und eins zum Verschenken für eine liebe Freundin. Das ist soooo toll, wenn beim Abstricken die plötzlich Kleinigkeiten  aus dem Knäuel purzeln. Frau Farbspiele "VIELEN DANK" - Du hast eine "alte" Frau glücklich gemacht und ihr einen Kindheitstraum erfüllt. Heute habe ich dann übrigens gesehen, das man das eigentlich als einmalige Aktion gedacht Knäuel jetzt doch auch bei 100Farbspiele bestellen kann. Ich denke, das werde ich noch das ein oder andere Mal nutzen, um anderen Strickerinnnen eine Freude zu machen. Für alle, die Spass daran haben, hier ist der Link: Zauberhaft gefüllte Wollknäule


Außerdem habe ich euch meinen von mir dekorierten Adventskranz mal fotografiert. Er steht seit vorgestern in meinem Wohnzimmer und wartet auf seinen ersten Einsatz am Sonntag bei Stollen und Tee.
 So wünsche ich Euch nun einen gesegneten ersten Advent. nehmt Euch Zeit für Schönes - dafür ist der Advent da.

Montag, 22. November 2010

Heute mal was für die Seele

 Ich bin nicht wirklich ein Nena-Fan, aber dieses Lied ist wirklich das Schönsten, was ich seit langem gehört habe. Gestern in Herford habe ich darüber eine Predigt gehalten. Die Gottesdienstbesucher, die etwas offener für moderne Formen sind, waren begeistert. Die traditionellen waren wohl eher etwas geschockt.
Als ich das Lied das erste Mal gehört habe, dachte ich, es sei ein Liebeslied für einen Mann in ihrem Leben. Dann aber gab Nena ein Interview in WDR 2 und dort erzählte sie, dieses Lied sei ihr Liebeslied an GOTT. Das hat mich tief beeindruckt. Ich habe Nenas Konzert auf dem ökumenischen Kirchentag besucht und dort hat sie auf der Bühne auch noch mal ein paar bewegende Worte über ihr Leben und ihren Glauben gefunden. Wirklich beeindruckend. So kam ich auf die Idee einen Gottesdienst zum Thema "Lebenslieder" zu machen. Die Predigt endete mit der Frage :"Wie klingt denn wohl Dein Lebenslied?".
In diesem Sinne - genießt die Musik und eine schöne Woche Euch allen.
Das Lied könnt ihr hier hören:

Samstag, 20. November 2010

Wave of Colours...

heißt mein neuer Möbius. ich hatte mir bereits einen in lila gestrickt, aber ich hatte ihn bei einer Begegnung mit Freundinnen um und so verschwand er nach dem Treffen nach Bremen zu Heide...  Ich sagte es ja bereits, meine gestrickten Sachen haben irgendwie immer Füsse. Vielleicht fühlen sie sich ja auch nur bei anderen wohler als bei mir :-)
Nun ja, jetzt ist also gestern wieder ein neuer entstanden, in einem wunderschönen vielschichtigen braun. Ich habe einen Zauberball von Schoppel in der Farbe "Schokocreme" genommen und das Muster ist mal wieder von Birgit Freyer.
Für alle, die nicht wissen, was ein ein Möbius ist (:-) Katrine, du bist gemeint): Ein Möbius ist ein Halstuch, das als Acht gestrickt wird und sich somit sozusagen ganz von alleine um den Hals ringelt. Man zieht es einfach über den Kopf udn es sieht immer gut aus, ohne, dass man es entsprechend drappieren muss. Also ein unsäglich praktisches Teil, wenn man so wie ich nicht so gerne "nackte" Rundhalsausschnitte trägt. Es wird auch bestimmt nicht mein letzter Möbius sein, den ich gestrickt habe. Birgit Frayer hat ja auch noch soviele Muster parat. Ich muss nur aufpassen,das er nicht wieder ein anderes Zuhause findet.

So, jetzt fahre ich gleich nach Herford, weil ich da morgen einen Gottesdienst halten muss. Da freue ich mich schon sehr drauf. Die reformierte Kirche dort ist einfach nur wunderschön und die Gemeindeglieder so gastfreundlich. Ich melde mich also nächste Woche wieder.


Mittwoch, 17. November 2010

Auftragsarbeiten

...ja manchmal - für ganz nette Leute *grins* - arbeite ich auch schon einmal im Auftrag. So auch im Moment. Ein nettes Menschenkind wünschte sich von mir 2 LazyKaties in fuchsia-rot. Und einer von den beiden ist nun fertig und liegt gespannt bei mir im Wintergarten auf dem Teppich. Ich gebe zu, Spannen ist nicht mein Lieblingshobby, dennoch stelle ich immer wieder fest, dass Lacetücher erst nachdem sie gespannt wurden, ihre volle Schönheit entfalten (im wahrsten Sinne des Wortes) Und so habe ich mich heute mittag auf meine kaputtenn Rheumaknie begeben und gespannt. Das Ergebnis könnt ihr unten bewundern.

Ansonsten häufen sich hier zu Weihnachten die Strickarbeiten. Irgendwie melden sich jetzt alle aus der Familie und wollen gerne etwas Gestricktes zu Weihnachten. Ich sollte meine Werke einfach nicht tragen, wenn mich andere Leute sehen :-) das führt irgendwie immer dazu, dass jemand sagt, machst du mir zu Weihnachten/zum Geburtstag auch so etwas? Na ja, dann wird jetzt eben 24 Stunden gestrickt und wenn das nicht reicht, nehmen wir die Nacht auch noch dazu...


Hier noch ein paar Daten zu dem Tuch:

Material: 30 g Schoppel Merino Lace 4fach - fuchsia
Muster: LazyKaty von Birgit Freyer
Arbeitsdauer: ca. 6 Stunden (ohne Spannen)

Dienstag, 16. November 2010

Es weihnachtet bald wieder

Nachdem ich eine Woche zur Diakonissen-Ausbildung in Bielefeld-Bethel war, bin ich nun wieder an meinem Rechner und zwangsläufig auch an meinem Schreibtisch, was Arbeit bedeutet. Für unsere Familie ist der Advent immer GroßkampfZeit. Kein Wunder, wenn beide Eltern für die evangelische Kirche arbeiten. Deshalb habe ich mich entschlossen dieses Jahr bereits vor dem Advent ein paar Gedanken darauf zu verwenden, um was ich mich denn kümmern muss. Heute fange ich mit den Weihnachtskarten an. Ich habe von meinem Tansaniaaufenthalt eine wunderschöne Krippe mit schwarzen Figuren mitgebracht, die ich heute Morgen ersteinmal fotigrafiert habe und nun versuche ich bei Moo-Print Karten daraus machen zu lassen. Ich hoffe, sie werden so schön, wie ich es mir erhoffe.Oben ein kleiner Vorgucker.
Ansonsten stricke ich so vor mich hin und arbeite an den geplanten Weihnachtsgeschenken.
Meine Cousine einen Schal mit keltischem Muster
Meine Tochter einen Wendeschal
Eine Freundin eine LazyKaty
und eine Mitschwester aus der Schwesternschaft einen Ärmelschal.
Ich habe schon vieles angefangen, aber noch nichts Schönes zu zeigen. Ich mach mal Fotos, so wie es fertig wird. Bis dahin müsst ihr euch gedulden. Aber wer Lust hat kann bei meiner lieben Katrine mal schauen, was ich für eine tolle Tasche für mein Strickzeug von ihr bekommen habe. Wirklich toll! hier

Sonntag, 7. November 2010

Mein Kaffee und ich...

Ich bin ein
Kaffee-Geniesser

Kaffee-Geniesser

Dir ist wichtig, was in deine Tasse kommt. Jeder Kaffee ist für dich Genuss und alles andere als die Befriedigung eines schlichten Bedürfnisses.

Welcher Kaffeetyp bist du?

Freitag, 5. November 2010

Ich konnte nicht schlafen

Da mein Liebster auf Dienstreise war, war ich gestern Nacht allein in unserem großen Bett. Und... ich konnte nicht schlafen. Ob es daran lag, dass mein Mann nicht da war, oder daran, dass ich unbedingt neue Stulpen haben wollte, kann ich jetzt nicht mehr so genau feststellen.

Auf jeden Fall sind meine neuen Stulpen in der Rekordzeit von 5 Stunden fertig geworden. Ich habe sie dann mal gleich gefilzt und  so sehen sie nun aus.





Hergestellt sind sie aus Streichelwolle von Schoppel









nach einer Anleitung aus

Streichelwolle filzt ganz fein und hat ein tolles Maschenbild nach dem Filzen. So, jetzt muss es nur noch kalt werden in NRW. Bis jetzt haben wir 15° C und viel Wind. Also viel zu warm für Filzstulpen. Aber der Winter wird kommen. Für diese Feststellung brauche ich keine Prophetin sein.
Und weil ich nachts so fleißig war bin ich jetzt sooooo müde *gähn*

Donnerstag, 4. November 2010

Heute habe ich eingekauft/ Possumwolle ist das Schönste überhaupt

Da lebe ich in einem kleinen Städtchen am Rande des südlichen Ruhrgebietes. Schon viele lange Monate schaue ich mir die Possumwolle von Zelana im Internet an und frage mich, wo ich wohl die Gelegenheit bekommen könnte mal zu fühlen und zu schauen, wie die Wolle so ist. Letzens schaute ich dann mal im Händlerverzeichnis von Zelana nach, um zu meinem größten Erstaunen festzustellen, dass in meinem kleinen "Dorf" doch wahrhaftig ein kleiner Laden diese Wolle führt. Ich also nichts wie hin.

Was soll ich sagen, die Wolle ist ein Traum. Allein das Anfassen macht schon absolut süchtig. Und dann die Farben... Die freundliche Händlerin Martina Tetenberg hatte die Wolle gerade erst an diesem Tag bekommen und  ist ebenso infiziert. Wir beide konnten uns gar nicht beruhigen. Ich habe mich dann entschieden einen Wendeschal nach einem Entwurf von Claudia Paccheco zu stricken. In einem wunderschönen grau-blau. Ich versuche mal ein Foto einzustellen.

Nun ja, nach der ERfahrung mit dem Schal rief Martina mich nun am Dienstag an, um mir zus agen, dass sie noch eine Lieferung der RIMU-Wolle in dünner Qualität erhalten hat. Ebenfalls in 10 Farben (Martina Du bist die Beste). Und so MUSSTE ich heute einfach mal bei Martina vorbeischauen, um mir die Wolle "anzuschauen". Wie durch ein Wunder fiel mir wieder ein, dass ich mir noch eine Strickjacke stricken wollte. Eine schöne Farbe für die Jacke war schnell gefunden und die 10 Knäuel, die ich brauchen werde, lagen unschuldig im Regal. Aber nicht lange! Sie wanderten in meine Tasche und befinden sich nun in meinem Stash und warten auf die Weiterverarbeitung.Ich weiss wirklich nicht, wie lange ich es aushalte die Wolle nicht anzustricken. Ich hätte ja noch soviel anderes zu stricken, aber Possumwolle ist wirklich das weicheste und schönste, was ich seit langem in der Hand hatte. Da macht schon der Prozess des Strickens soviel Freude, dass man gar nicht fertig werden will. An alle, die an hochwertiger Wolle Interesse haben, schaut sie Euch mal an. Diese Wolle ist der Hammer und sehr exclusiv, weil noch nicht so bekannt.
Informationen bekommt Ihr hier:
http://www.lanamania.de/
 Und für alle Sprockhövelrinnen und Menschen aus der Umgebung:
Martina Tetenberg ist mit Abstand die netteste Wollhändlerin, die ich kenne!

So, jetzt versuche ich mal die Fotos einzustellen. Ich hoffe, dass es gelingt.





Neu in der Blogger Community

So, nun habe ich endlich auch meinen eigenen Blog. ich habe ja lange gezögert, weil ich nicht wusste, o ich wirklich etwas zum Bloggerwesen beizutragen habe. Meine Freundin Katrine ( http://tw-katrine.blogspot.com/) hat mir aber Mut gemacht und nun starte ich mal durch. Mal sehen, ob ich es durchhalte wirklich mindestens wöchentlich etwas zu schreiben, was irgendjemandem im Web interessiert. Vorallemmöchte ich aber meine Strickwerke präsentieren, denn auf die bin ich wirklich stolz.


 Na dann - Los geht's